Tarnen und Täuschen

Tarnen und Täuschen
Ein Kommentar

Nein, so ist es nicht, auch wenn Sure 3, Vers 54 sagt: „Und sie schmiedeten Listen, und Allah schmiedete Listen; und Allah ist der beste Listenschmied.“1

DITIB-Moschee in Eßlingen >

Nicht nur die Vorgänge um die Kölner Zentralmoschee² des von der türkischen Religionsbehörde kontrollierten DITIB-Vereins (Diyanet Isleri Türk Islam Birligi) fallen jenen auf, die sich „noch kein X für ein U“ vormachen lassen und nicht auf die wohlfeilen Beschönigungsrituale hereinfallen, sondern beispielsweise auch ein Fall im Ländle.

Während in Köln Berichten zufolge inzwischen der Bau gestoppt worden ist und die Moschee statt in diesem vielleicht erst nächsten Sommer eröffnet werden kann, weil erst einmal der Streit im Rahmen eines gerichtlichen Beweissicherungsverfahren weiter geht und es seit Monaten einen Teil-Baustopp gibt, haben sich viele Bürger samt dem Gemeinderat in Eßlingen gefragt, ob es Naivität, Arroganz oder Dreistigkeit war, was selbst den stets bei solcher Gelegenheit aus dem Boden schießenden eifrigen Befürwortern des Eßlinger Moscheebaus da präsentiert wurde.

Großherzig – man ist ja sooo weltoffen – hat man zur Moschee zwar nur mit knapper Mehrheit auch, aber immerhin, ein Minarett genehmigt. Doch die Einhaltung der genehmigten Pläne wurde nicht besonders ernst genommen. Weil der Rohbau in drei Punkten gegen das Baurecht verstoßen hat, war der Ärger da.

Komischerweise kümmerte sich erst einmal das Baurechtsamt erst, als der Rohbau schon fertig stand. Und da ergab sich der ► Eßlinger Zeitung zufolge ein ganz und gar nicht konformes Bild. Es kümmerte wohl wenig, daß der Gemeinderat festgelegt hatte, dass der Turm der Moschee maximal 25 Meter hoch werden darf und Baukörper nebst Minarett einen modernen Stil erhalten soll.

Doch war nicht nur der Turm 60 Zentimeter höher als genehmigt, sein Balkon war auch größer und enthielt nun doch   Verzierungen. Man tat dann bei den Bauherren so, als sei man völlig überrascht und habe alles garnicht bemerkt. Der Eßlinger DITIB-Chef Nami Gül konnte die Aufregung nicht nachvollziehen, räumt die Verstöße zwar ein, bestreitet aber jede Absicht. Man habe „erst später entdeckt, dass das Minarett und der Balkon größer geworden sind“, rechnet er mit der Einfältigkeit und stellt sich allen Ernstes die Frage nach der Verhältnismäßigkeit zwischen Unrecht und möglichen Folgen.

Auch seien die Abweichungen auch nicht so gravierend, dass sie rückgängig gemacht werden müssten. Schließlich seien die Verzierungen als ein überraschendes ► Geschenk der Baufirma an die DITIB gedacht gewesen. Man kann es ja mal versuchen und sich in Taquia üben.

Zum Glück zeigte der Eßlinger Gemeinderat wenigsten im Nachhinein Rückgrat. Die Verstöße mußten beseitigt werden.

Und im Streit um den Bau der Kölner Zentralmoschee hat DITIB unterdessen der Justiz den ► Schwarzen Peter zugeschoben. Sie sei für unbegründete Verzögerungen verantwortlich, weil das Gericht immer noch keinen offiziellen Gutachter bestellt habe, obwohl schon vor vier Monaten wegen der Baumängel ein Verfahren zur Beweissicherung beantragt worden sei…

Selbstverständlich ist jeder ein Schelm, der Schlechtes dabei denkt.

1 Wenn Abu Darda, ein enger Gefährte Mohammeds dazu meinte: „Laß‘ uns ins Gesicht mancher Nicht-Muslime lächeln, währenddessen unsere Herzen sie verfluchen“, so ist uns das selbstverständlich auch nicht nachvollziehbar.

² Die Kölner Zentralmoschee soll Vorbild für das Heilbronner Projekt am Berliner Platz sein.

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